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Gruppenausstellung „KOLLEktion No. 1 – Die perfekte Straße meiner Stadt“
Mein Konzept wurde für den Open Call der Leipziger Galerie 20blue.arts ausgewählt. Vom 13. November bis 20. Dezember 2026 zeige ich dort zwei neue Ölbilder der Kolonnadenstraße – eines bei Tag, eines bei Nacht.
Ausgangspunkt meiner künstlerischen Auseinandersetzung mit der perfekten Straße war der Open Call KOLLEktion No. 1 der Leipziger Galerie 20blue.arts. Kuratorin Anja Mutschler lud dazu ein, die eigenen Vorstellungen und Erfahrungen einer perfekten Straße in eine künstlerische Sprache zu übersetzen. Die Ausschreibung stand allen Interessierten offen, unabhängig von Alter, Erfahrung oder künstlerischem Medium.
Mein Konzept wurde für die Ausstellung ausgewählt und ich freue mich sehr, Teil der KOLLEktion No. 1 zu sein. Die Ausstellung beginnt mit der Vernissage am 13. November und wird bis zum 20. Dezember 2026 in der Galerie 20blue.arts zu sehen sein.
Meine perfekte Straße
Für mich ist die perfekte Straße vor allem für Menschen gemacht. Sie schafft Raum zum Verweilen, für Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse. Gelegenheit dafür schaffen Bars, Restaurants, Galerien oder Geschäfte. Entscheidend ist dabei nicht allein, was eine Straße zu bieten hat, sondern wie ich dort meine Zeit verbringe und welche Erinnerungen ich mit ihr verbinde: das Lokal, in dem es besonders gut geschmeckt hat oder die Bar, in die ich immer wieder gern zurückkehre. Ebenso prägen die kleinen Details, an denen mein Blick hängen bleibt, den Charakter einer Straße. Neben dem Leben, das sich dort abspielt, ist es die Umgebung, insbesondere die Architektur, die Begrünung oder das besondere Licht zu einer bestimmten Tageszeit.
Die Kolonnadenstraße vereint für mich viele dieser Eigenschaften und bildet den Ausgangspunkt meiner künstlerischen Auseinandersetzung. Ich kenne sie bei Tag und bei Nacht und doch zeigt sie mir dabei zwei unterschiedliche Gesichter. Neben meiner persönlichen Wahrnehmung interessiert mich auch ihre Geschichte: Was war einmal? Was ist bis heute geblieben? Welche Spuren vergangener Zeiten sind noch sichtbar? Mich beschäftigt das Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart und die Frage, wie sich die Geschichte eines Ortes in seinem heutigen Erscheinungsbild widerspiegelt. Zwei Arbeiten können diese Vielzahl an Eindrücken und Gedanken nur ausschnitthaft erfassen. Gerade deshalb habe ich mich bewusst für zwei unterschiedliche Formate entschieden. Eine Arbeit widmet sich der Straße am Tag, die andere ihrer nächtlichen Atmosphäre.
Die Ölmalerei ermöglicht es mir, die Vielschichtigkeit meiner Wahrnehmung sichtbar zu machen. Beim Farbauftrag mit Pinsel und Spachtel entstehen Spuren, die sich überlagern, gegenseitig verdecken oder darunterliegende Zustände wieder freigeben. Dieser malerische Prozess entspricht meiner Annäherung an die Straße mittels Gedanken, Zeichnungen und Erinnerungen.
Am Ende entstand ein Ergebnis, in dem auch das Verborgene weiterwirkt. So wird die Malerei selbst zum Bild für die Straße als Ort, an dem Gegenwart, Vergangenheit und persönliche Erinnerung übereinanderliegen.
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